Bild eines modernen Arbeitsplatzes wie er in einem Coworkingspace im Chiemgau sein könnte

Coworkingspaces sind weit mehr als lediglich Großraumbüros mit schöner Einrichtung. Nein, ein Coworkingspace ist vor allem eine Plattform, ein Ort der Begegnung und ein Katalysator für geschäftlichen Erfolg. Hier lernt man Partner, Kunden oder Spezialisten kennen und begibt sich gleichzeitig in ein inspirierendes und motivierendes Umfeld. Wer sich heute selbstständig machen möchte, der sollte die Chancen und Möglichkeiten, die ihm ein Coworkingspace an die Hand gibt, auf jeden Fall nutzen. Anlässlich der Eröffnung des ersten Coworkingspaces im Chiemgau, genauer in der Bürgerwaldstraße in Traunstein, werde ich mich dem Thema in den folgenden Absätzen etwas widmen.

Was ist so ein Coworkingspace eigentlich?

Ein klassischer Coworkingspace ist, wie der Name schon sagt, so etwas wie geteilter Arbeitsraum in dem Menschen verschiedenen Tätigkeiten nachgehen. Hier sitzen Designer, Buchhalter, Architekten oder Entwickler im selben Raum und arbeiten an ihren Projekten. Wer hier sitzt muss einen Beitrag zahlen, die Sache muss sich ja irgendwie finanzieren, üblicherweise gibt es hier pauschale Angebote wie etwa einen monatlichen Preis, Tageskarten oder auch 10er Tickets. Wer also einfach nur einmal in der Woche raus möchte um etwas unter Leuten zu arbeiten, der kann dies auf diese Weise verwirklichen. Und eines kann ich euch wirklich sagen – nur Zuhause zu arbeiten kann auf Dauer ganz schön trist werden, schließlich ist die Belohnung für einen harten Arbeitstag in diesem Szenario oftmals der Aufenthalt im selben Zimmer wie die Stunden zuvor.

In den meisten Coworkingspaces gibt es aber nicht nur Schreibtische und schnelles Internet, sondern auch Kicker, Billiard, eine Gemeinschaftsküche und Konferenzräume. Man kann hier also nicht nur arbeiten, sondern in den Gemeinschaftsbereichen auch nette Bekanntschaften machen oder sogar Freund- und Partnerschaften schließen. Solche geschäftlicher Natur versteht sich. Und das kann ganz schön schnell gehen.

Wieso ein Coworkingspace so praktisch ist.

Okay, jetzt mag man sich vielleicht die Frage stellen, wieso es so viel besser ist vor einem PC in einem fremden Büro zu sitzen, für dass man auch noch zahlen muss, statt es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich zu machen. Das würde ich gerne anhand von einem einfachen Beispiel verdeutlichen:

Person A: (telefoniert) “Können sie mir bitte mit der Exceltabelle XY helfen?”

Pause

Person A: (telefoniert) “Nein nicht mit dem, da diese Formel halt….”

Pause

Person A: (telefoniert) “Nein nicht dass, sie wissen schon dass mit dem Ding da halt…”

Pause

Person A: (legt entnervt auf) “Die kapieren einfach gar nichts bei Microsoft….”

Person B: (schaut auf) “Vielleicht kann ich dir ja helfen!?”

 

Gute Arbeit ist weit aussagekräftiger als eine gute Reputation

 

Das klingt vielleicht lächerlich, und man hätte es wahrscheinlich auch kürzer darstellen können, aber genau dieser informelle Weg, also das viel beschworene Vitamin B (für Beziehungen) ist der schnellste Weg um andere Menschen schnell und unkompliziert von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen und dafür zu sorgen, dass sie einem Aufgaben anvertrauen und somit (hoffentlich) auch bezahlen. Das zeigen übrigens auch Umfragen unter Coworkern. In einem Artikel den ich vor ein paar Monaten gelesen habe und den ich jetzt leider nicht mehr finde, (ich würde echt gerne ne Quellenangabe machen) sagen 70% der Coworker aus, durch Ihren Arbeitsplatz Aufträge generiert zu haben oder dadurch an Projekten teilzunehmen. Ein ziemlich beeindruckender Wert. Denn durch Situationen, wie ich sie vorhin beschrieben habe, kann man auch ohne lange Liste von Referenzen und Zertifikaten, durch gute Arbeit überzeugen.

Denn gute Arbeit ist weit aussagekräftiger als eine gute Reputation. Wir selber haben zum Beispiel einer komplett inkompetenten Firma den Aufbau unseres Onlineshops übertragen. Ein 5000 € teurer Fehler den ich nicht wiederholen werde, der aber gar nicht erst passiert wäre wenn ich im Büro neben einem kompetenten Programmierer gesessen wäre, der mal einen Blick auf das Angebot hätte werfen können – und dessen Umsetzung.

Doch kommen wir nun zu etwas handfestem: dem Coworkingspace in Traunstein.

Das B1 Connect

Das B1 Connect in Traunstein wird wohl in diesem Sommer eröffnet und verfügt über ca. 20 Arbeitsplätze in einem tollen Gebäude in der Bürgerwaldstraße 1 in Traunstein. Daher auch der Name B1. Den meisten wird das Gebäude wahrscheinlich von dem Matratzengeschäft her ein Begriff sein, welches seit gefühlten 10 Jahren, wahlweise mit dem Sommer oder dem Winterschlussverkauf wirbt.  Lustigerweise hat der Coworkingspace schon vor seiner Eröffnung für mich die Perspektive eröffnet dort mitzuwirken, da ich durch ein Hilfegesuch auf der Facebookseite des B1, dazu gekommen bin den Gründer und Kopf des Projektes Thomas Fernsebner, bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Die Räume

Der Coworkingspace selber besteht aus zwei großzügigen Arbeitsräumen mit jeweils ca. 40 – 50 qm sowie einem Aufenthaltsraum mit Küche. Als ich das erste Mal hier war, habe ich mich schon sehr gewundert wie groß und hell der Raum eigentlich ist. Durch die großen Fenster kommt eine irre Menge Tageslicht in den Raum und wenn man aus dem Fenster blickt sieht man das geschäftige Treiben Traunsteins. Besonders cool sind die Heizköper, die als riesige Rohre durch den ganzen Raum verlaufen und so eine gleichmäßige Wärmeverteilung garantieren.

Aufgeteilt wird das Ganze in zwei Bereiche. Der eine ist für Premium-Mitglieder reserviert, welche hier einen festen Arbeitsplatz haben, den Sie 24/7 Nutzen können. (Ja,auch die ganze Nacht) Der zweite Bereich ist der OpenSpace in dem man sich täglich seinen Tisch sucht und von morgens bis Abends arbeiten kann.

Auf diesem Bild hier kann sieht man den Premiumbereich:

Der Premiumbereich des B1 Connects in Traunstein

Natürlich ist der so noch nicht fertig, hier kommt ein neuer Boden rein und die entsprechende Technik um eine Vielzahl von Arbeitsplätzen mit der nötigen Internetleistung zu versorgen. Die liegt übrigens bei 200 Mbit/s – das ist ganz schön flott. Wenn alles mal fertig ist, soll das Ganze so aussehen:

Premiumbereich:

Premiumbereich B1 Connect in Traunstein

Hier sieht man nun die großzügigen Arbeitsbereiche mit viel Platz, Licht und Stauraum.

Openspace:

OpenSpace B1 Connect in Traunstein

Hier sieht man den OpenSpace mit der auf Kommunikation angelegten Bürofläche. Wer hier Hilfe braucht traut sich garantiert zu fragen.

Loungebereich im OpenSpace

OpenSpace B1 Connect in Traunstein Lounge

Wer gerade mal nichts zu tun hat, kann sich hier am Kamin wärmen, in der Couch versinken oder seine SoftSkills in Sachen Billiard ausbauen.

Küche

Küche B1 Connect in Traunstein Lounge

Die voll ausgestattete Küche mit Essbereich und Kaffeemaschine sorgt dafür dass man hier auch ohne Probleme den ganzen Tag bleiben kann, schließlich unterbricht man Arbeit die Spaß macht, nur ungerne.

Die Preise:

Die Preise des B1 Connect sind durchaus nachvollziehbar und vor allem fair. Hier hat man mit jedem Geldbeutel die Chance zusammen mit anderen zu arbeiten. Von Tagestickets im OpenSpace bis hin zu 24/7 Tickets im Premiumbereich ist hier für jeden etwas geboten. Nähere Informationen könnt ihr auf der Webseite des B1 Connects finden.

Fazit

Für mich ist es eine super faszinierende Sache live mit dabei zu sein, wenn frischer Wind in das etwas angestaubte Traunsteiner Gewerbe kommt. Ich denke hier entsteht etwas dass Traunstein und die Region durch Innovationen und Ideen positiv verändern kann und das Potenzial hat Leute zusammenzubringen und Neues zu schaffen. Ich werde euch auf alle Fälle auf dem Laufenden halten und fleißig berichten was hier so passiert.