Wieso das Fitnessstudio langsam mein Leben verändert

Seit ca. 2 Jahren gehe ich nun regelmäßig ins Fitnessstudio. Anfangs wollte ich vor allem mehr Mukkis und weniger Bauch erreichen, mittlerweile ist der fast tägliche Gang ins Fitnessstudio allerdings sehr viel mehr geworden als nur eine Last, die man zu erledigen hat, um sich am Wochenende guten Gewissens ne Packung Chips reinzudrücken. Nein, Fitness ist für mich inzwischen zu einem Hobby, einer Einstellung und einer Lebensweise geworden, in der ich immer mehr aufgehe. Wieso, erzähle ich dir hier.

Die Gesundheit verbessern

Erster und wichtigster Punkt für mich ist der Punkt Gesundheit. Bevor ich ins Fitnessstudio gegangen bin habe ich mich nicht viel bewegt. Ab und an bin ich mal joggen gegangen, aber von viel Bewegung oder gar Sport kann man dabei nicht wirklich sprechen. Und obwohl ich noch relativ jung bin, habe ich schon gemerkt wie sich diese Unsportlichkeit direkt und negativ auf meine Gesundheit ausgewirkt hat. Da ich viel am Computer arbeite und dementsprechend viel sitze, hatte ich dauern Rückenschmerzen und auch meine Beine haben, dadurch dass ich sie nie gedehnt habe, oft wehgetan.

Nun mag man sich denken, das bisschen Rückenschmerzen ist ja nicht so wild. War es aber. Ich hatte glaube ich 20 Sitzungen bei der Physiotherapeutin deswegen, geholfen hat das leider gar nichts. Erst als ich angefangen habe im Fitnessstudio die Muskulatur des meines unteren Rückens zu malträtieren, sind die Schmerzen weniger geworden. Nach zwei Wochen schließlich, war ich eigentlich bereits schmerzfrei und hatte seitdem auch keine Probleme mehr mit dem Rücken.

Sein Selbstbewusstsein entdecken

Sicherlich ist die Steigerung des Selbstwertgefühls, für die meisten die Fitness betreiben ein ganz wichtiger Punkt. Ich kann das ziemlich gut nachvollziehen, bei mir kommt das Selbstbewusstsein ehrlich gesagt auch direkt nach der Gesundheit. Und so viel sei gesagt: das Fitnessstudio ist der absolute Bringer, wenn es darum geht selbstbewusster zu werden.

Ich möchte jetzt keinen Aufsatz über das Selbstbewusstsein schreiben, aber wie definiert man es eigentlich? Ich würde sagen es ist ein Zusammenspiel aus unserer Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung anderer. Ist man nämlich mit sich selber im Reinen, bewertet man andere als Gleichwertig und hat normalerweise kein Problem damit, jemanden anzusprechen. Bewertet man sich selber allerdings als weniger gut als andere, zum Beispiel weil man mit seiner Figur unzufrieden ist, nimmt man sein Gegenüber schnell als überlegen wahr. Man stellt sich selber die Frage: “will der/die überhaupt mit mir sprechen?” Im Zweifelsfall habe ich die Frage für mich immer mit einem “eher nicht” beantwortet.

Heute ist das anders. Wer mich interessiert, den spreche ich auch an. Was ich wissen will, frage ich. Wen ich kennenlernen möchte, lerne ich kennen. Nicht weil ich jetzt aufgepumpt bin wie noch was (was ich tatsächlich nicht bin) und mir jetzt denke mir kann Keiner was, sondern weil ich sowieso kommunikativ bin, und mich jetzt nichts mehr davon abhält.

Es gibt sehr viele Ursachen dafür ein niedriges Selbstbewusstsein zu haben, eine schlechte körperliche Verfassung jedoch kann man relativ einfach beheben – indem man Sport betreibt oder ins Fitnessstudio geht. Das macht natürlich aus jemand der total schüchtern ist, noch keinen Entertainer, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

 

Auch ohne Fitnessstudio Freude an Bewegung haben

Diesen Punkt finde ich eigentlich besonders cool. Früher war für mich jedes Treppensteigen und jedes Schleppen von Einkäufen o.ä. ein Ärgernis. Heute nehme ich alles wofür ich mich bewegen muss, als Trainingseinheit oder Quest wahr. Das macht viele alltägliche Sachen sehr viel angenehmer, da sie auf einmal Spaß machen.

Aber es gibt noch einen Punkt der dadurch beeinflusst wird. Nicht nur die Einstellung zu Bewegung selber ändert sich, sondern auch die Einstellung zu Arbeit generell. Was früher schnödes “im Keller aufräumen” war, ist auf einmal ein “den Keller sauber machen und gleichzeitig ein Satz schwere Sachen schleppen”. Mit diesem Shift in der Wahrnehmung von Aufgaben wird nicht nur sehr vieles, sehr viel angenehmer, sondern man nimmt sich auch sehr viel lieber Aufgaben an die früher eher liegen geblieben wären, weil man zu faul dafür war.

Seit geraumer Zeit merke ich an mir selber sogar, dass sich dieses positive Mindset zu Arbeit, langsam auch auf Bereiche ausdehnt die nicht mit Bewegung assoziiert sind. Also das Arbeiten am Computer, Sachen für die Schule oder Behördenkram. Das hilft mir dabei Sachen schneller zu erledigen, den Kopf frei zu haben und mich selber besser zu organisieren. Dadurch habe ich mehr Zeit für alles was mir Spaß macht und natürlich – fürs Fitnessstudio.

Fortschritte erzielen

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich, ist das Erzielen von Fortschritten. Ich bin jemand, der eigentlich immer das Gefühl braucht Vorwärts zu kommen. Wenn ich an einem Tag mal nichts gemacht habe, was mir das Gefühl gibt in irgendeiner Weise Fortschritte gemacht zu haben, ist das für mich ein verschwendeter Tag. Deshalb habe ich mich auch Selbstständig gemacht, so kann ich stets an einem meiner Projekte arbeiten.

Aber auch das funktioniert nicht immer, manchmal hat man eben einen Durchhänger und kann sich nicht motivieren etwas zu schreiben oder stundenlang am Onlineshop zu arbeiten. Ins Fitnessstudio jedoch schaffe ich es meistens, weswegen ich hier eigentlich jeden Tag auf ein Fortschritt zurückschauen kann. Ein sehr angenehmes Gefühl, dass einen sowohl motiviert auch weiterhin fast täglich trainieren zu gehen, als auch dafür sorgt dass man guten Gewissens schlafen gehen kann.

Ziele erreichen

Zu guter Letzt noch ein Punkt, der ebenfalls viel mit Selbstbewusstsein und dem Fortschrittsdenken zu tun hat – das Erreichen von Zielen. Als ich mit meinem Training angefangen habe, bin ich nach 0,5 km joggen schon fast ohnmächtig geworden, mittlerweile schaffe ich bei moderatem Tempo mehrere Kilometer. Das motiviert nicht nur für die Zukunft, sondern sorgt auch dafür, dass man sich daran gewöhnt sich selber Ziele zu setzen und auf diese hinzuarbeiten.

Wenn man die nächste Gewichtsstufe schafft, einen Kilometer länger läuft als früher oder mit seinem Aussehen immer zufriedener wird, ist das ein klasse Gefühl. Natürlich will man dieses positive Gefühl noch viel öfter erleben, weshalb es zumindest bei mir so ist, dass ich meinen ganzen Alltag mittlerweile mehr oder weniger als Projekte mit klarer Zielsetzung strukturiere. So kann ich überprüfen, ob ich meine gesteckten Zielmarken erreiche und ggf. meine Ziele oder deren Umsetzung korrigieren.

Fazit

Egal ob im Bereich Gesundheit, Selbstbewusstsein oder Alltagsbewältigung. Sport zu betreiben oder ins Fitnessstudio zu gehen hat sehr viele positive Effekte, die weit über Muskelmasse oder Ausdauer hinaus gehen. Das Klischee, das Fitnessstudio sei ein Ort für hirnlose Muskelberge und eigentlich komplett überflüssig, kann ich also in keinster Weise teilen. Für mich ist das Fitnessstudio ein Ort der Selbstverwirklichung, Selbstkontrolle und Motivation, der weit über Fitness hinausgeht.

Wie sieht es bei dir so aus? Gehst du auch ins Fitnessstudio oder machst Sport? Was treibt dich dabei an? Und was bringt es dir deiner Meinung nach? Hinterlasse mir einen Kommentar!

Zum Schluss noch eine Empfehlung. Schau dir mal Wunderlist an. Ein super Tool um seinen Alltag einfach und übersichtlich zu organisieren.