Bild von einem Handy

Ich liebe mein Handy,

so viel kann ich nun wirklich sagen. Wenn ich mein Smartphone nicht bei mir habe, stellt sich innerhalb weniger Minuten das mulmige Gefühl ein, dass irgendetwas nicht stimmt.  Nein, zu sagen mein Smartphone würde mich aufregen und wäre irgendein moderner Schnickschnack, den ich am liebsten gar nicht hätte, wäre auf gar keinen Fall wahr.

Aber trotz oder gerade wegen dem permanenten Drang, auf mein Handy zu starren, habe ich in den vergangenen Monaten angefangen, mir mal Gedanken darüber zu machen, wie ich mein Handy eigentlich nutze – und für was die ganze Zeit draufgeht. Instagram, Facebook, Xing, und Google News haben  Stunde um Stunde der Zeit gefressen, die ich so gerne für sinnvolle Sachen verwendet hätte. Permanent ist eine Nachricht, eine Mail oder ein Like aufgeblinkt und hat mich bei meiner Arbeit, beim Sport und sogar beim Spielen mit meinem Sohn gestört.

Also habe ich mich entschlossen ein paar Änderungen an meiner Handynutzung vorzunehmen und ich kann sagen dass es sich WIRKLICH gelohnt hat. Dabei habe ich keinesfalls auf irgendeinen Vorzug meines Smartphones verzichtet, im Gegenteil, ich kann jetzt mehr Zeit mit den Dingen verbringen, die mir wirklich Freude bereiten. Auch am Handy.

1. Alle Spiele vom Handy löschen – gnadenlos

Okay, wie vorhin schon erwähnt, habe ich einige Zeit in irgendwelche belanglosen Handyspiele gesteckt. Egal ob Osmos, Clash Royale oder 2048. Die Spiele auf meinem Handy waren, seit fast einem Jahrzehnt mein täglicher Begleiter. Besonders Abends vorm Fernseher oder im Bett, habe ich mich teils Stunden damit beschäftigt, irgendeinem kleinen Erfolgserlebnis am Handybildschirm hinterherzujagen.

Ich will echt nicht wissen, wie viele schlechte Noten ich mir eingefangen habe, weil ich statt zu lernen oder zu schlafen, gezockt habe. Von wichtigen Ereignissen in Filmen und Serien die ich verpasst habe, mal ganz abgesehen. Vielleicht tun andere sich leichter, ihre Zeit so einzuteilen, dass sie nur beim Warten auf den Bus o.ä. spielen, ich habe es auf alle Fälle nicht geschafft.

Deshalb hab ich eines schönen Tages, (ich glaube er war gar nicht schön, es hat geregnet und ich war im Wartezimmer von einem Arzt…) dazu entschlossen dieses Problem anzugehen und alle Spiele gelöscht. Alle. Sogar das relativ harmlose 2048.

Seit dem hat sich sowohl meine Handynutzung, als auch mein Lifestyle ziemlich verändert. Ich habe angefangen wieder mehr auf Twitter zu schreiben, meinen Instagram-Account ausgebaut und mir zum Beispiel Blinkist geholt, eine App in der Bücher über Themen wie Motivation, Selbstkontrolle und so Lifestylezeugs eben, auf wenigen Seiten zusammengefasst werden.

Dadurch habe ich viele Follower gewonnen, viele nette Leute kennen gelernt und wahnsinnig viele ziemlich schlaue Bücher gelesen – zumindest die Blinks davon. Außerdem bin ich noch mehr als früher in Google News und Co. unterwegs, wodurch ich immer ziemlich aktuell bin, was das Weltgeschehen so angeht. Alles in allem eine super Veränderung, die ich JEDEM empfehle, der sich auch schon dabei erwischt hat, Stunde um Stunde mit Candy Crush und Co. totzuschlagen.

2. Push Benachrichtigungen ausschalten – alle

Push Benachrichtigungen sind eigentlich eine super Sache. Das Handy ist insbesondere im Bezug auf die sozialen Netzwerke, eigentlich der einzige Ort an dem alle Benachrichtigungen zusammenfließen, (außer man ist so verrückt sich Mails bei jeder Nachricht schicken zu lassen, viel Spaß beim sortieren) aber ab einem gewissen Punkt stören die Nachrichten nicht nur, sie machen auch konzentriertes Arbeiten oder Lernen zu einer nervenaufreibenden Sache.

Ich bin mir sicher, jeder hat sich schon mal während der Arbeit nicht auf das konzentriert, was er eigentlich vorhatte. Besonders wenn die Aufgaben unangenehm oder besonders anstrengend sind, kommt man schnell zu dem Punkt an dem der Blick aufs Handy, eine willkommene Abwechslung zur Matheaufgabe oder der Unternehmensbuchhaltung darstellt.

Doch diese Prokrastination ist nicht nur ablenkend und zeitraubend, sondern auch komplett sinnlos. Ich denke noch niemand hat, bei der Arbeit an einer Webseite oder dem Schießen eines Fotos, die Eingebung seines Lebens dadurch gehabt, dass er “nur kurz” Person XY eine Nachricht geschrieben hat. Am besten vorwärts kommt man dadurch, sich Zeiten fest einzuteilen und in dieser Zeit auch wirklich nur das zu machen, was man sich vornimmt. Im besten Fall entsteht so der sogenannte Flow, ein Zustand in dem man wie in Trance zu Höchstleistungen aufläuft.

Das dieser Zustand nicht erreichbar ist, wenn permanent das Handy klingelt, ist auch klar. Der Grad der Ablenkung war zumindest für mich immer immens, weswegen ich mich dazu entschlossen habe, alle Benachrichtigungen, sei es von Instagram doer Whatsapp, komplett auszuschalten. Seit diesem Schritt, kann ich sehr viel konzentrierter Arbeiten und bei einer Sache bleiben. Mein Workflow hat sich unglaublich verbessert und auch die Qualität meiner Arbeiten haben – zumindest subjektiv – zugenommen.

Außerdem nimmt man den Tag ganz anders war, wenn er aus wenigen zusammenhängenden Arbeitseinheiten besteht, statt fünfminütigen Konzentrationsphasen, die danach durch das Bimmeln von Whatapp unterbrochen werden. Man muss ja auch keineswegs auf irgendetwas verzichten. Die meisten Gesprächspartner stellen sich schnell darauf ein, dass man eben nur alle halbe Stunde auf sein Handy schaut und dementsprechend nur hin und wieder antwortet. Man sollte hier in erster Linie auf sich selber achten und nicht zu viel darauf geben, ob das anderen jetzt passt oder nicht. Mir hat es auf alle Fälle sehr geholfen und ich würde es jedem empfehlen, der seinen Tag sinnvoller und entspannter gestalten möchte.

Mein Fazit

Egal ob du nun sehr viel Zeit am Smartphone verbringst, oder eigentlich ganz zufrieden damit bist, wie du dein Handy nutzt. Mach dir Gedanken darüber, wie viel Zeit du für was aufwendest und ob es wirklich notwendig ist. Auf Spiele oder Push Benachrichtigungen zu verzichten, soll ja in erster Linie kein Verzicht sein, sondern ein Gewinn.  Für mich jedenfalls, ist es das auf alle Fälle.

Was ist deine Meinung dazu? Mit welchen Taktiken versuchst du dein Smartphone sinnvoll zu nutzen? Oder brauchst du das gar nicht? Hinterlasse mir doch einen Kommentar!

 

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