Ein Bett mit Decke und Kissen

Ich weiß ja nicht wie es euch damit so geht, aber das Thema Schlaf ist bei mir eher heikel. Meistens bin ich bis weit nach 0:00 Uhr wach und komme dementsprechend elanvoll und gut gelaunt aus dem Bett. Zu wenig Schlaf ist in etwa so erfreulich wie mit dem Fahrrad von einem Lastwagen erfasst zu werden und fühlt sich seltsamerweise auch genauso an. Aber es gibt eine Technik wie man sogar an richtig besch*#!$en Tagen noch zu seiner Leistungsfähigkeit kommt. Der Powernap!

Was ist ein Powernap?

Eigentlich ist es ganz einfach: du suchst dir einen ruhigen Platz, legst dir was über die Augen oder sorgst anderweitig für Dunkelheit und versuchst zu schlafen. Dabei ist es wichtig sich einen Wecker zu stellen der nach 20 – 30 Minuten klingelt. Ich habe für mich rausgefunden, dass ich so nach 18 Minuten am ausgeruhtesten bin, andere hingegen brauchen länger. Egal wie lange du brauchst, nach 30 Minuten muss Schluss sein, sonst driftest du in normalen Schlaf ab, dein Körper schaltet ab und du kommst nicht mehr aus dem Bett. Es ist wirklich wichtig nach der festgelegten Zeit, konsequent aufzustehen.

Wieso sollen mir 20 Minuten Schlaf etwas bringen?

Ich bin ganz klar kein Schlafforscher oder so, ich berichte lediglich was mir persönlich dabei geholfen hat, fitter durch den Tag zu kommen. Eins kann ich dabei jedoch versprechen, Powernaps funktionieren! Das Besondere an einem Powernap ist, dass der Körper nicht komplett abschalten und in Tiefschlaf verfallen kann, da das Zeitfenster zu kurz ist. So ist man, ähnlich wie nach einer Meditation, entspannt und erholt aber nicht nicht schläfrig oder müde. Mann kann sich dazu durch ganze Papierberge aus Fachliteratur quälen – man kann es aber auch lassen.

Wer keinen Hang zum Masochismus hat, dem empfehle ich einen Blick nach Japan zu werfen. Hier ist es Gang und Gebe, dass man zwischen Arbeitseinheiten, beim Bahnfahren oder sogar während laufenden Meetings ein paar Minuten schläft. Gerade in Japan ist die Arbeitskultur sehr viel fordernder und anstrengender als zum Beispiel in Deutschland, weswegen dort wohl auch diese intensiveren Schlafformen eher praktiziert werden.

Aber auch in Hightechunternehmen wie Apple, Google und Co. sind Schlafräume für Powernaps vorhanden. Ich denke man kann davon ausgehen, dass diese nicht aus purer Großzügigkeit bereitgestellt werden.

In 20 Minuten schlafe ich niemals ein!

Das ist zum Glück komplett egal. Es geht gar nicht darum wirklich zu schlafen, sondern abzuschalten. Ein Powernap funktioniert auch dann wenn du 15 Minuten mit geschlossenen Augen dagelegen bist. Wichtig ist lediglich dass du für Dunkelheit sorgst und in einer möglichst ruhigen Umgebung bist. Ob du dann schläfst oder nicht ist von Person zu Person unterschiedlich, am Anfang konnte ich bei einem Powernap gar nicht schlafen, aber inzwischen bin ich nach 2 Minuten weg.

Egal also ob du dir denkst dass 20 Minuten zu kurz sind, du dir einredest du könntest eh nicht schlafen, oder du dir denkst mit so einem komischen Kram willst du nix zu tun haben – probier es aus, du wirst erstaunt darüber sein wie gut es funktioniert!

Was hälst du von Powernaps? Hast du damit schon mal Erfahrungen gemacht, oder gar andere Lösungen um das Nachmittagsloch zu überwinden? Dann hinterlasse mir doch einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*